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Unternehmenshistorie

„Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein.“

Perikles

 

Die Wurzeln der IMA Dresden reichen bis ins Jahr 1955 zurück, als der Flugzeugbau in Dresden begann. Hieraus entstand 1961 das Vorgängerunternehmen der IMA Dresden: die Gründungsmission des IfL Institut für Leichtbau war die ökonomische Verwendung von Werkstoffen, hier die Verwendung der geringstmöglichen Menge des technisch zweckmäßigsten Werkstoffes. Dies war gewissermaßen die Geburtsstunde der Prüfhallen, Prüfvorrichtungen, der Methoden und des Fachwissens, all dem was seit damals weiterentwickelt und aufgebaut wurde – und was heute IMA Dresden ist.

Der Dresdner Flugzeugbau – Wo alles begann

1955 – 1961

Mit der Gründung der VEB Flugzeugwerke Dresden fiel 1955 der Startschuss für den Flugzeugbau in Sachsen. Mit Brunolf Baade als Chefkonstrukteur, der vorher für Fokker, Goodyear und Junkers gearbeitet hatte, wurde in Dresden das erste deutsche Passagierstrahlflugzeug – die „152“ oder auch „Baade 152“ – entwickelt. Die eigens dafür errichteten Versuchshallen sind noch heute Teil des IMA-Werksgeländes. Ab 1958 wurde dort der Passagierjet „152“ statisch und ab 1960 im Wassertank auf Ermüdung getestet.

Volkswirtschaftliche Erwägungen und der immer größer werdende technische Vorsprung ausländischer Flugzeughersteller veranlassten die Staatsführung im März 1961 zur überraschenden Einstellung des zivilen Flugzeugbaus.

 

 

Das Institut für Leichtbau und ökonomische Verwendung von Werkstoffen (IfL) – Die Wiege des Leichtbaus

1961 – 1990

Auf Initiative von Brunold Baade wurde am 1. Juli 1961 das Institut für Leichtbau und ökonomische Verwendung von Werkstoffen (IfL) in Dresden mit dem Betriebsteil Pirna (Sonnenstein) gegründet.

Die Gründungsmission des „IfL“ Institut für Leichtbau 1961 war die ökonomische Verwendung von Werkstoffen, hier die Verwendung der geringstmöglichen Menge des technisch zweckmäßigsten Werkstoffes. Mit dieser Motivation entwickelte sich rasch eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem IfL und zahlreichen Industriezweigen, deren Erzeugnisse durch Leichtbau oder „leichtes Bauen“ leistungsfähiger wurden. Die Aufgaben der 700 Mitarbeiter unter Leitung von Brunolf Baade umfassten die Auswahl von Werkstoffen und die Entwicklung neuer Leichtbautechnologien, die Beratung in Konstruktionsfragen, theoretische und experimentelle Untersuchungen der statischen Festigkeit und Betriebsfestigkeit sowie die physikalischen Untersuchungen.

Aus diesen Forschungsfeldern sind viele TGL-Standards zu Leichtbau, Festigkeitsberechnung und Werkstoffen entstanden. Die Technischen Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen (TGL) waren bis 1990 das Pendant zu den westdeutschen DIN-Normen. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die TGLs von der DIN übernommen, und aus dem IfL wurde das Nachfolgeunternehmen, die IMA Dresden, gegründet.

Betriebsfestigkeitstest am Trabant mit elektro-servohydraulischer Prüftechnik – entwickelt und gebaut im IfL (1974)

 

 

IMA Dresden – vom Partikel bis zum Gesamtfahrzeug, die Welt auf dem Prüfstand

Seit 1993

Die Jahre 1990 bis 1993 waren geprägt durch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen in Folge der deutschen Wiedervereinigung. In dieser Zwischenzeit zwischen IfL und IMA gab es weitere Unternehmensnamen und -formen:

  • Zentralinstitut für ökonomischen Metalleinsatz
  • IMA Institut für Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH

Im Herbst 1992 waren sich die vier leitenden Angestellten Prof. Dr. rer. nat. Christian Wegerdt, Dr.-Ing. Wilhelm Hanel, Dr.-Ing. Henrik Höninger und Dr.-Ing. Helmut Rösner, darüber einig, den Fortbestand des traditionsreichen Betriebes in die eigenen Hände zu nehmen. Nachdem die Treuhandmitarbeiter in Dresden von den Chancen des Unternehmens überzeugt waren und den eingeschlagenen Weg aktiv unterstützten, war der Weg zur Privatisierung geebnet. Der dabei notwendige, drastische Personalabbau konnte weitestgehend durch die Möglichkeit des Altersübergangs vollzogen werden.

Am 1. Mai 1993 wurde durch Management-Buy-Out die IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH (IMA GmbH Dresden) gegründet. 96 Mitarbeiter wurden zu diesem Zeitpunkt beschäftigt. Der Eintrag ins Handelsregister erfolgte am 30. August 1993 unter der Registrierung HRB 5995.